Menschenrechtswidrige Sicherungsverwahrung?

Am 20. Oktober organisieren Hamburgs Aktive Jurastudierende (HAJ) eine Diskussionsveranstaltung zur Reform der Sicherungsverwahrung, auf die wir euch hinweisen möchten.

Die Sicherungsverwahrung ist seit dem Urteil des EGMR in der Presse viel diskutiert worden – meistens unter der Prämisse der „Sicherung der Gesellschaft“ vor „gefährlichen Tätern“. Doch ist langjähriges Wegsperren eine Lösung, mit einem eventuellen Risiko von Straftaten umzugehen? Und wenn ja, welche Ausgestaltung der Sicherungsverwahrung wird der Würde der inhaftierten Menschen gerecht?
Bei Betrachtung des Vollzugsalltags und der Entlassungschancen vieler Sicherungsverwahrter stellt sich eine Vielzahl diskussionswürdiger Fragen: nach dem Sinn und Zweck der Sicherungsverwahrung, den rechtlichen Grenzen der Anordnung, insbesondere im Hinblick auf aktuelle Gesetzesentwürfe zur Neuregelung, sowie nach Mindestanforderungen eines menschenwürdigen und auf Resozialisierung angelegten Vollzugs.

Organisation: HAJ, gemeinsam mit dem Republikanischen Anwältinnen– und Anwälteverein (RAV) und der Humanistischen Union (HU)